Suche
  • Daniel Meintz

BGH-Urteil zur Haftung der D&O-Versicherung bei Insolvenzverschleppung durch den Geschäftsführer

Mit einer wegweisenden Entscheidung vom 18.11.2020 (Az. IV ZR 217/19) hat der BGH entschieden, dass Ansprüche gegen Ge­schäfts­füh­rer auf Er­satz von nach Ein­tritt der Zah­lungs­un­fä­hig­keit / Über­schul­dung der Gesellschaft ge­leis­te­ter Zah­lun­gen (nunmehr in § 15b InsO geregelt (vormals § 64 GmbHG)) einen ge­setz­li­chen Haft­pflicht­an­spruch auf Scha­dens­er­satz nach Zif­fer 1.1 der AVB für die Ver­mö­gens­scha­den-Haft­pflicht­ver­si­che­rung von Un­ter­neh­mens­lei­tern und lei­ten­den An­ge­stell­ten (sog. D&O-Versicherung) darstellen. Bei vorhandener D&O-Versicherung greift somit unter Umständen diese Versicherung für die zumeist vom Insolvenzverwalter gegenüber dem Geschäftsführer geltend gemachten Schadensersatzansprüche.