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  • Daniel Meintz

Sanierung ohne Insolvenz mit dem Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmen f. Unternehmen

Am 01.01.2021 ist das Gesetz über den Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmen für Unternehmen (StaRuG) in Kraft getreten.


Das Gesetz ermöglicht völlig neue Möglichkeiten für Unternehmen in der Krise sofern diese noch nicht allzu sehr fortgeschritten ist. Kern des Gesetzes ist der sogenannte Restrukturierungsplan, welcher dem Insolvenzplan aus der Insolvenzordnung sehr ähnlich ist. Im Gegensatz zu dem Insolvenzplan bedarf es bei der Annahme eines Restrukturierungsplans allerdings nicht einer einfachen Mehrheit, sondern einer Dreiviertelmehrheit. Es können grundsätzlich sämtliche Gläubiger in einen solchen Plan einbezogen werden. Das Unternehmen hat jedoch auch die Möglichkeit, nur ausgewählte Gläubiger in den Plan einzubeziehen.


Ziel des Restrukturierungsplans ist in der Regel die Entschuldung des Unternehmens zur Vermeidung einer Insolvenz. Weiterer Vorteil ist, dass ein solches Restrukturierungs-verfahren nicht veröffentlicht wird. Das Verfahren ist zudem in einem eigenständigen Gesetz geregelt und damit völlig losgelöst von einer Insolvenz. Daher kann die Einleitung und Durchführung eines Restrukturierungsverfahrens gegenüber den beteiligten Gläubigern ganz anders kommuniziert werden. Der vielfach von Unternehmern nach wie vor befürchtete Makel einer Insolvenz entfällt somit. Weiterhin behält der Unternehmer in einem solchen Verfahren auch die volle Kontrolle über sein Unternehmen.


Gerne beraten wir Sie hinsichtlich der Durchführung eines solchen Restrukturierungsverfahrens. Aufgrund einer Vielzahl bereits durchgeführter Insolvenzplanverfahren können wir trotz des erst jüngst in Kraft getretenen Gesetzes bereits auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen.